Jeder macht sich Gedanken über sein Einkommen im Alter. Im Regelfall kann ein ausreichendes Alterseinkommen aber nur dann sichergestellt werden, wenn die im Erwerbsleben zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel nicht unmittelbar zur Lebensgestaltung verbraucht werden.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die verfügbaren Mittel für ein späteres Alterseinkommen aufzubewahren. Nicht alle diese Möglichkeiten verdienen jedoch den Namen "Altersvorsorge". Altersvorsorge dient im Kern dazu, den mit Erreichen eines bestimmten Alters typischerweise sinkenden Chancen zu begegnen, seinen gewohnten Lebensunterhalt aus Erwerbsarbeit zu bestreiten.
Dieser Fall kann jedoch schon dann eintreten, wenn aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen die Erwerbschancen vorzeitig deutlich herabgesetzt werden. Zusätzlich besteht in Abhängigkeit von der familiären Situation der Bedarf nach einer finanziellen Sicherung der Hinterbliebenen im Fall des Todes. Es geht also immer darum, Vorsorge für den Fall zu treffen, dass Umstände eintreten, die typischerweise zu einer Reduzierung oder einem gänzlichen Wegfall des Erwerbseinkommens führen. In diesem Fall sollte sichergestellt sein, dass der erreichte Lebensstandard hierunter nicht wesentlich leidet.
Eine Altersvorsorge, die diesem Ziel gerecht werden soll,
muss folgenden Anforderungen genügen:
- Die Risiken Invalidität, vorzeitiger Tod und individuelle Langlebigkeit,
die sog. "biometrischen Risiken", müssen abgesichert sein.
- Die Leistungen, die aus einer Altersvorsorge resultieren, müssen
dauerhaft und verlässlich sein.
- Das Verhältnis zwischen den Aufwendungen und den Leistungen
einer Altersvorsorge muss transparent und akzeptabel sein.
Jeder, der finanzielle Aufwendungen für sein Alter betreibt, sollte darauf achten, dass diese Anforderungen erfüllt sind. |