Bei fondsgebundenen Rentenversicherungen investiert der Versicherer
den Sparanteil des Beitrags in Investmentfonds.
Eine Garantie ist bei Fondspolicen nicht üblich, bei Riester gibt
es sie: Mindestens die eingezahlten Beiträge inklusive Zulagen müssen
bei Rentenbeginn zur Verfügung stehen. Riester- Fondsrenten werden
voll versteuert, normale Fondsrenten nur mit ihrem meist kleinen
Ertragsanteil.
Was ist ein Riester-Banksparplan?
Die Bandbreite der Riester-Banksparpläne ist ähnlich groß wie die
üblicher Banksparpläne. Es gibt vor allem viele Varianten der Verzinsung.
Die steuerliche Behandlung ist anders, denn in der Ansparphase sind
Zinserträge mit Riester im Gegensatz zu üblichen Banksparplänen
steuerfrei.
Das ist für Sparer interessant, die ihre Sparerfreibeträge von
1.601 Euro pro Person und Jahr ausgeschöpft haben. Abschlusskosten
fallen bei Banksparplänen normalerweise nicht an, auch nicht bei
Riester-Varianten. Die Bank oder die Sparkasse verdient indirekt
über die Zinsgestaltung. Außerdem können jährliche Verwaltungskosten
berechnet werden. Wichtig sind die Ausstiegskosten, wenn ein Sparer
später zu einem anderen Riester-Produkt wechseln will.
Nach beiden Punkten sollten Interessierte fragen. Welche Rendite
die Bankvarianten abwerfen, ist schwer prognostizierbar, wenn die
Zinsen variabel sind. Dann kann das Institut sie jederzeit verändern,
also auch senken. Interessierte sollten eine Variante wählen, bei
der sich die Verzinsung zumindest verbindlich an einem Marktzins
orientiert. Das Plus von Banksparplänen ist, dass die Einlage auf
jeden Fall erhalten bleibt. Es geht also immer aufwärts, wenn auch
meist in kleinen Schritten. Für ältere Riester-Sparer kann diese
Sicherheit, gepaart mit dem kostenlosen Abschluss, einen Banksparplan
für die Riester-Rente zur besten Wahl vor Versicherungsprodukten
und Fondssparplänen machen.
Interessant kann diese Anlage auch für jüngere Leute sein, die
an die später mögliche Kapitalentnahme für eine Immobilienfinanzierung
denken.
Was ist ein Riester-Fondssparplan?
Fondsgesellschaften tun sich mit der Kreation förderfähiger Produkte
schwerer als Versicherungen. Das liegt zum Teil daran, dass man
bei Fonds, insbesondere bei Aktienfonds, im Voraus nie weiß, was
am Ende heraus kommt. Trotzdem müssen auch Fondsgesellschaften bei
Riester-Sparplänen dafür Sorge tragen, dass das eingezahlte Geld
erhalten bleibt.
Dafür haben sie verschiedene glaubhafte Konzepte entwickelt. Deshalb
verlangt das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen zur Sicherung
des Kundengeldes von den Investmentgesellschaften Rückstellungen
nur noch, wenn sich die Märkte während der Ansparzeit derart schlecht
entwickeln, dass die Garantie nicht wie vorgesehen funktionieren
kann. In der Praxis unterscheiden sich Riester-Fondssparpläne damit
kaum noch von normalen Fondssparplänen.
Für die Auszahlung, die voll steuerpflichtig ist, wird das angesparte
Fondsguthaben aufgeteilt. Ein kleiner Teil fließt in eine Rentenversicherung,
die das so genannte Langlebigkeitsrisiko absichert und mit den Zahlungen
beginnt, falls der Anleger 85 Jahre alt werden sollte. Der weitaus
größere Rest geht an einen Auszahlplan, der in wertbeständige Anlagen
investiert, bis der Rentner 85 Jahre alt wird. 20 Prozent des Kapitals
können bei Rentenbeginn auf einen Schlag ausgezahlt werden.